Morgens, 5 Uhr

Aufwachen, aufstehen, am See im dunklen laufen gehn. Ohne Straßenlaternen. Ist ein Erlebnis. :-)

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Call of Gähn

Das neue Call of Duty ist draussen. Und ich habs mir natürlich schonmal angeschaut. Vor 10 Jahren fand ich Call of Duty auch ganz gut, daher schau mir das Neue natürlich auch an.

Call of Gähn

Zur Handlung:
(Die Serie setzt das fort, was in den zwei vorangegangenen CoD-Teilen begonnen wurde)
Böse, böse Russen (huch!) wollen mit allen Mitteln (wie immer) die Weltherrschaft, Weltuntergang oder einfach nur die Ziehung der Lottozahlen verhindern.
Dazu marschieren sie in den USA, in Deutschland, in Liechtenstein und Legoland ein. Klare Sache.

Das Ganze spielt sich so:
• Zwischen den Missionen gibt´s eine (Schrecklich wichtige) Zwischensequenz, die einem erklärt, was gerade passiert
• Ein ganz toll heroisch animiertes Logo des jeweiligen militärischen Verbandes mit dem man gerade unterwegs ist, wird angezeigt
• Die Ladezeiten sind unterirdisch
• (Achtung: Jetzt wirds total innovativ:)
Man läuft durch Schlauchlevels, und muss Millionen von Gegnern besiegen. Punkt.

Erklärung:
Es kommen immer mehr Gegner, solange man nicht am nächsten Checkpoint angelangt ist. Praktischerweise sind die Gegner dumm wie Brot, doch ärgerlicherweise gibt´s Millionen von denen.

Ich weiss, dass die Russen noch nie besonders freundlich mit ihren Soldaten umgesprungen sind, aber hunderttausende in ein U-Boot zu sperren ist nicht gerade die feine Englische. Diese Enge scheint auch depressiv zu machen, und so stolpern uns die russischen Elitesoldaten zu Hauf fast schon wie die Lemminge vors Kanonenrohr.

Vielleicht wollen sie ja auch, dass das Elend schneller zu Ende geht.

• Alle Ereignisse passieren zu 100% gescriptet. Vermutlich soll sich das anfühlen wie ein geiler Action-Film, durch den wir uns durchballern. Aber ganz ehrlich?
Mehr Explosionen können für mich auch nicht überspielen, dass das genau die gleiche Grütze ist wie im ersten oder zweiten Call of Duty. Und für mich wurde das schon im 2. Teil gelinde gesagt, langweilig.

• Alle Charaktäre, die man im Laufe der Kampagne spielt, sind völlig farb- und gesichtslos. Es ist auch völlig wurscht, mit welcher Waffe man zu Werke geht, da die Unterschiede so marginal sind, dass man auch einfach nur eine einzige Waffe ins Spiel hätte nehmen brauchen. Man läuft permanent mit 5-600 Schuss Munition durch die Levels, sodass man sich nicht mal mehr darum Gedanken machen braucht.

• Die Grafik ist ok. Im Vergleich zum direkten Konkurrenten Battlefield 3 stinkt sie allerdings völlig ab. Man sieht der Engine jedes einzelne Jahr, jeden Monat und jeden Tag an. Gerne genommen sind auch Clippingfehler und Animationen die nicht so richtig wollen, wie sie sollen. (Das ist schon traurig, wenn man bedenkt, dass wirklich jeder kleine Blödsinn gescriptet ist.)

• Ein Teil der Handlung findet in Deutschland (Hamburg) statt, wo die Russen ebenfalls eine Invasion starten. (Klar, was liegt näher, als Deutschland von Russland aus über Hamburg anzugreifen?) Hintergrund ist hier wohl eher, dass Deutschland ein Riesenabsatzmarkt für dieses Machwerk ist.

• Das Spiel kostet 60,- EUR. Alle anderen neuen Releases kosten 50,- EUR. Nur – wofür? Der Multiplayer muss ja schon der Über-Über-Überhammer sein, damit´s bei diesem Spiel den höheren Preis rechtfertigt.
Da mich Multiplayer gar nicht interessiert, will und kann ich mich dazu auch nicht äußern.

Fakt ist, dass Infinity Ward mit dem neuen CoD das gleiche Spiel wie schon vor 10 Jahren verkauft. Zugegeben: Die Grafik ist besser geworden seit dem ersten Teil, und es sind mehr gescriptete Ereignisse darin. Aber das macht im Jahre 2011 noch kein gutes Spiel mehr aus.

Fazit: Call of Duty ist einer der anspruchslosesten und langweiligsten Dumpf-Shooter, die ich in den letzten 15 Jahren gesehen habe. Vielleicht mal abgesehen von Crysis 2.

Das neue Call of Duty ist raus. Hurra.

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Tod allen Lobbyisten!

www.lobbycontrol.de

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Gamestar, Fettelbield 3, Rage und die Wertungen…

Screenshot RAGE, Quelle: http://www.rage.com
Ich bin ja Zocker. Als Zocker informiere ich mich natürlich online über neue Games, die rauskommen.
Heute morgen war ich bei der Gamestar, schauen, was es so neues gibt.

Und, was muss ich sehen? Die Gamestar hat einen Countdown auf der Startseite für das blöde Battlefield3 eingerichtet.
Damit auch der letzte Horst weiss, dass er dieses tolle Superspiel MORGEN kaufen kann.

Die, die´s kaufen, wissen, dass es morgen erscheint, und die, die´s nicht wissen interessiert das Ganze auch nicht.

Wie dem auch sei-Battlefield bekommt die Startseite. Mit Countdown.
Und dann soll man glauben, dass die Tests unabhängig geschrieben werden?! wtf.

(Ich mag mich hier nicht zum Multiplayer von Battlefield äußern, zum einen, weil ich Multiplayer bis auf einige wenige Ausnahmen überfüssig finde, und weil ich sonst Ärger mit Timo kriege. Aber Singleplayer, da kenn ich mich mit aus.)

Der Singleplayer bekommt eine Wertung von 86 / 100 Punkten, damit wäre das dann das quasi tollste beste superste Spiel gleich nach Rage mit 84/100 Punkten.

Ich habs ja noch nicht gespielt (Countdown läuft ja noch, wir erinnern uns), aber Rage habe ich gespielt.

Rage war… nunja, nett. Die Grafik war definitiv auf Screenshots ausgelegt, sobald man an irgendetwas ausser Charaktären / Gegnernn nah herangegangen ist, verfügte Halflife 1 über eine bessere Texturenqualität. Das gilt für so ziemlich alle Gegenstände, Gebäude und sogar die Autos, mit denen man in der Gegend rumgurkt.

Die Story war enttäuschend bis nicht vorhanden und lieblos erzählt, und das ganze Spiel ist dann irgendwann einfach vorbei.
Genau an dem Punkt, an dem man denkt “Ok, jetzt gehts dann wohl mal richtig los”.

Rage hat ein “sehr gut” bekommen. 84 Punkte. Aber wofür? Bestimmt dafür, dass 2 Wochen lang Werbebanner auf allen möglichen Seiten des Gamestarauftrittes geschaltet waren es wirklich ein so tolles Spiel war, dass jeden Cent von seinen 15 50 EUR Wert ist. Genau.

Nicht falsch verstehen – Rage macht durchaus Spaß. Wenn man ungefähr weiss, worauf man sich einlässt. Schade bei Rage ist´s eigentlich nur um die Möglichkeiten, die verschenkt wurden. Und das sind leider viel zu viele.

Der Singleplayer von Battlefield hat sogar 86 Punkte bekommen. Sicherlich weil, es der gleiche dumpfe Militärshooteraufguss nur mit besseren Texturen ist wie Call of Duty 1, aber der Publisher eine Schweinekohle für Anzeigenschaltungen bei der Gamestar rausgeschmissen hat es ein Hammer-Überspiel ist mit ganz vielen Innovationen. Zumindest lesen sich so die Rezensionen.

Bei jedem anderen Spiel, welches auch nur im Entferntesten “Schlauch-Levels” hat, wird drauf herumgeheult. Ausser bei Crysis2 (hier wurde auch rumgeheult, aber sowas muss ja bei so einem absoluten Drecksspiel tollen Blockbuster nicht ins Gewicht fallen, der Schrott kriegt trotzdem 90 Punkte), Call of Duty oder halt auch Rage und Battlefield.

Ich bin nur froh, dass ich mittlerweile weiss, wie man die Bewertungen lesen muss, um zu wissen, was auf mich zu kommt.

Wusste ich bei Rage auch, allerdings habe ich wohl überlesen, dass das Spiel so kurz ist wie der Schniepel von nem Golf-Proleten.

(PS: Rage hat eine Leserwertung von 72 Punkten bekommen – Das passt.)

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ZdT

85,9

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